2012 - Jazz Time in Groß-Gerau 1950 - 1965  18/18
 
 

   

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Jazz Time in Groß-Gerau - 1950 bis 1965; 108 Seiten, viele (hostorische) Fotos
Ausstellung im Stadtmuseum
Es war weder Foxtrott, Walzer noch Operette, wonach die Jugend in den 1950er Jahren verlangte. Es sollte der Swing, der Dixieland oder der Chicago-Sound sein, der sie begeisterte. Der amerikanische Sender AFN verbreitete diesen Stil von Frankfurt aus im Land und er blieb auch in Groß-Gerau nicht ohne Wirkung. Private Plattenabende oder Treffen im Café Menne mobilisierten die Groß-Gerauer Jugend in Sachen Jazz und schließlich kam es Sylvester 1960/61 im Keller der Konditorei Heldmann am Marktplatz zur Gründung des „Mill Creek Jazz Clubs“. Örtliche Jazz-Ensemble wurden in der Folge aus der Taufe gehoben wie die „Mill Creek Stompers“ und die „Beachcombers“, auswärtige Musiker, so die anschließend zu Stars werdenden Albert Mangelsdorf und Volker Kriegel traten in Groß-Gerau auf. Das Stadtmuseum zeigt vom 30. September bis 12. Feburar 2012 die von Pedro Warnke kuratierte Ausstellung „Jazz Time in Groß-Gerau“, die diese spannende Zeit des jugendlichen und musikalischen Aufbruchs anhand von zahlreichen Fotos, Dokumenten und Instrumenten dokumentiert und in Form von künstlerischen Fotobearbeitungen in besonderer Weise inszeniert. Thematisch angerissen wird auch die musikalische Karriere einzelner Groß-Gerauer Jazz-Protagonisten. Die Brüder Wolf Dieter und Reinhard Karwatky beispielsweise haben, der eine als international tätiger Jazz-Produzent, der andere als Tonmeister der Deutschen Grammophon, zahlreiche Grammys und Jazzpreise für ihr Wirken bekommen. Albert Weiß hat nach Anfängen im Rhein-Main-Gebiet in den USA Karriere gemacht und ist bis heute ein gefragter Jazz-Solist. Alfred Heupt schließlich hat mit dem Ensemble "En Haufe Leit" die populärste Jazzband der Region mit geprägt.   (Jürgen Volkmann)

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