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Mainzer Fastnachtsmuseum
Mainz Helau!! So werden die Besucher beim Eintritt in das Mainzer Fastnachtsmuseum zwar nicht begrüßt, doch beim Betrachten der Exponate fühlt man sich sofort in die Fastnachtszeit versetzt. Hier werden die aus Privatbesitz stammenden närrischen Objekte, Dokumente, Fotos und Filme der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die farbenprächtigen Kostüme und bunten Gardeuniformen, kunstvoll bestickte Narrenkappen, goldene und silberne Orden sowie Zepter sind unverzichtbare Utensilien für einen Määnzer während der fünften Jahreszeit. Auch können Sitzungsprotokolle, Programme und Liedertexte eingesehen werden.

Für die Määnzer Narren ist 2005 ein besonderes Jahr. Seit 50 Jahren gibt es gibt es im Fernsehen die Fastnachtssendung aus Mainz zu sehen. Am 17. Februar 1955 gab es die erste Fernsehsendung "Mainz, wie es singt und lacht", die von der ARD ausgestrahlt wurde. 1964 folgte das ZDF mit der "Lachparade". Die gemeinsame Fastnachtssendung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" gibt es seit 1973.

Im Mainzer Fastnachtsmuseum wird auch an die unvergessenen Figuren wie "Frau Babbisch" und "Frau Struwwelisch" erinnert. Dies gilt ebenso für andere Urgesteine der Mainzer Fastnacht. Welcher echte Fassenachter kennt sie nicht, den Ernst Neger als singenden Dachdeckermeister oder Margit Sponheimer mit ihrem Lied "Gell, Du hast mich gelle gern ..." oder den langjährigen Sitzungspräsidenten Rolf Braun oder Dr. Willi Scheu oder Herbert Bonnewitz? Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.

Farbenprächtige Roben von Prinzessinnen und Prinzen sind ebenso zu sehen wie die Lederschürze des legendären Ernst Neger.

Die Geschichte der organisierten Mainzer Fastnacht, die sich bis 1837 zurück verfolgen läßt, wird ebenso beschrieben wie die Gründung des ersten "Carnevalvereins" im Jahr 1838. Es war der Mainzer Carneval Verein (MCV), der heute noch existiert. Der Rosenmontagszug mit den Prunkwagen, deren Zeichnungen ebenfalls zu sehen sind, wurde zur Touristenattraktion und inspirierte Carl Zuckmayer zur "Fastnachtsbeichte". 1926 wurde erstmals eine Fremdensitzung im Rundfunk übertragen. Die "Schwellköpp", von denen mehrere in dem Museum aufgestellt sind und die ihre eigene Geschichte in Mainz haben, erscheinen regelmäßig seit 1927 bei der Fastnacht.


Farbenprächtige Uniformen im Fastnachtsmuseum Mainz
Bunte Narrenkappen
Gardist zu Pferd
Traditionelle Schwellköpp im Fatsnachtsmuseum Mainz
Reich bestickte Narrenkappe


Aber auch kritische Anmerkungen fehlen nicht. So wird auch dargestellt, wie die Nationalsozialisten auch die Mainzer Fastnacht für ihre Zwecke nutzten.

Auf verschiedenen Monitoren kann man noch einmal an verschiedenen Höhepunkten der "Määnzer Fassenacht" aus verschiedenen Epochen teilhaben.

Das Museum wurde Mitte 2004 eröffnet. Aber schon 1972 wurde das Mainzer Fastnachtsarchiv, heute Bestandteil des Museums, auf Initiative von Karl Delome gegründet. Hier können Interessierte die Geschichte der Mainzer Fastnacht erforschen.

Im Eingangsbereich des Museums kann man Fachliteratur zum Thema "Mainzer Fastnacht" erwerben.

Das Mainzer Fastnachtsmuseum ist im ehemaligen Proviant-Magazin, das um 1865 als Festungsbau der österreichischen Armee erbaut wurde, untergebracht.

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Mainzer
Fastnachtsmuseum


Proviant-Magazin
Neue
Universitätsstraße 2
55116 Mainz
Telefon: 06131/1444071

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr

Eintritt:
Erwachsene: 1,50 Euro
Ermäßigt: 1 Euro
Kinder: 0,50 Euro
Schulklassen frei (nach Terminabsprache)

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