In
Bensheim-Zell gibt es zwei Lehrpfade, die in einer landschaftlich
reizvollen Umgebung bei Bensheim zwischen Zell, Gronau und Schönberg über
die Entstehung von Hohlwegen informieren. Einige der Hohlwege an
der Bergstraße bestehen schon seit dem Mittelalter.
Vor über 10.000 Jahren wurde eine Lößschicht durch
den Wind aus der Rheinebene in die Hanglagen geweht und lagerte
sich dort ab. Die Menschen legten Wege zu ihren Feldern und Gehöfte
an. Der sehr weiche Boden wurde durch Fuhrwerke mechanisch zermahlen.
Die feinen Sandkörner wurden durch Wind und Regen weggeschwemmt.
Dadurch vertieften sich die Wege von Jahr zu Jahr - es entstanden
Hohlwege. Manche wirken mit ihren dichtbewachsenen Hängen an
beiden Seiten und einem Dach aus Ästen wie grüne Tunnel.
Um ein weiteres Absinken der Wege zu verhindern, bekamen viele Hohlwege
eine Betondecke. Andere Wege wurden nicht mehr genutzt und verwilderten.
Schon Friedrich Schiller ließ den Landvogt Geßler "durch
diese hohle Gasse kommen". Hohlwegen haftet etwas Mystisches
und Unheimliches an. Um viele ranken sich Geschichten über
unheimliche Begegnungen.
Die Routen, die sich teilweise überschneiden führen durch 15 Hohlwege. Die Wege sind teilweise betoniert und teilweise naturbelassen.
Der Lehrpfad 1 mit sieben Hohlwegen ist rund zweieinhalb Kilometer
lang und in einer Stunde zu bewältigen.
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Für den acht
Kilometer langen Lehrpfad 2 mit elf Hohlwegen sollten rund zweieinhalb
Stunden eingeplant werden. Die Strecken führen nicht nur durch
Wiesen und Felder, sondern auch durch dichtbewachsene Waldstücke
und Weinberge, vorbei an Viehweiden und Pferdekoppeln sowie einem
Damwildgehege. Von einigen Stellen aus eröffnet sich ein
weiter Ausblick über die Hänge des Odenwaldes und auf
Burgen bis hinunter zur Bergstraße.
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