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Die Gemeinde Trebur eröffnete am 1. September 2004 auf dem Hofgut Ludwigsaue einen Naturkindergarten.
Die Idee
der Naturkindergärten stammt ursprünglich aus Dänemark.
Bereits 1960 entstand dort ein Waldkindergarten. In Deutschland
entstand der erste Waldkindergarten 1968 in Wiesbaden.
In Wald- und Naturkindergärten sollen Kinder unter pädagogischer
Anleitung und unter Berücksichtigung einer ganzheitlichen
Förderung über sinnliche und kognitive Erfahrung eine
Beziehung zur Natur aufbauen. Sie sollen im wahrsten Sinne des
Wortes die Natur begreifen. Es gilt, aus einer spontanen Naturerfahrung
eine geplante und sinnvolle Naturpädagogik zu gestalten.
Die Kinder sollen sich ernst genommen, anerkannt und geborgen fühlen.
Durch den Aufenthalt in der naturnahen Landschaft und im Kreislauf
der Natur bekommen die Kinder vielfältige Sinnesanregungen.
Die Stille der Ludwigsaue und der sie umgebenden Landschaft wirkt
beruhigend auf die Kinder und erleichtert ihre Konzentration.
Dadurch werden die unterschiedlichen Sinne geschärft. Kinder
können Tiere und Pflanzen beobachten und in
der Umgebung allerlei entdecken. Die Wiesen in der Ludwigsaue
sind Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Amphibien
und Reptilien. Manche lassen sich leicht beobachten, andere sind
nur schwer zu entdecken. Vieles gibt es zu sehen, zu hören,
zu riechen und zu erfragen.
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Flexibilität und Mut der Kinder werden
durch unerwartete Situationen und Anforderungen, welche die Natur
an sie stellt, gefördert.
Auch sprachlich werden die Kinder angeleitet und sie erlernen
Spiele zur Übung des alltäglichen Umgangs miteinander.
Vieles in diesem Naturkindergarten ist genau wie in einem "anderen"
Kindergarten. Und vieles spricht dafür, dass ein Kind
seine Kindergartenzeit in einem Naturkindergarten verbringt.
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