Museen
Burgen + Schlösser
Gedenkstätten
Portraits
Industriekultur
Höchster Porzellan
Veranstaltungstipps
Ausstellungstipps
Ausstellungen VoBa GG
Veranstaltungen
Kinos
Magazin WIR in GG
Ferien und Feiertage HE
Bücher und mehr ...
Offene Ateliers
   
   
   
Petrihaus

Das um 1720 als Fachwerkhaus erbaute Petrihaus wurde 1819 durch den Kaufmann und Bankier Georg Brentano (1775-1851) von dem Bäckermeister Johannes Petri gekauft. Es kostete 1150 Gulden.
Georg Brentano, eines von 20 Geschwistern und Bruder der berühmten Dichter Clemens und Bettina Brentano, war der Sohn eines italienischen Kaufmannes, der in Frankfurt ein Handelshaus für Südfrüchte und Gewürzen betrieb. Georg, der für die Finanzen zuständig war, kaufte sich einen Landsitz in Rödelheim, der in unmittelbarer Nähe des Petrihauses lag.
Im Laufe der Zeit erwarb Georg an der Nidda viele Grundstücke, die er zwischen 1808 und 1848 mit dem Einschluss des 1770 geschaffenen Park des preußischen Hofrats Basse, zu einem großen romantischen Landschaftspark gestaltete (Brentanopark, ursprünglich 14 ha, heute etwa 4 ha groß)
Zum klassizistischen Schweizerhaus wurde das Petrihaus 1820 mit Unterstützung des Architekten, Stadtplaners, Malers, Grafikers Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841) der mit Georgs Bruder Clemens befreundet war, umgebaut. Georg Brentano
richtete im ersten Stock ein Arbeitszimmer mit einem durch einen Vorhang abgeteilten Schlafraum und einen Salon ein. Hier befindet sich heute das Brentano-Museum. Einen Blickfang stellt auch die Dachkonstruktion mit den weiten Überständen und den schmalen, der Antike nachempfundenen, Holzstützen dar. Einem Landstilhaus entsprechend ist auch der zweiseitige Balkon mit dem Blumenschmuck. Im Erdgeschoss traf sich die politische und geistige Prominenz. Gäste waren u.a. Johann Wolfgang von Goethe, die Grimm-Brüder, Marianne von Willemer, Adele Schopenhauer und Hermann Fürst von Pückler-Muskau. In unmittelbarer Nähe, zwischen dem Petrihaus und der Nidda sthht der etwa 250 Jahre alte Gingkobaum, der schon von Goethe erwähnt wurde.

Das Landhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Ruine wurde 1957 beseitigt. Auf der Fläche ist heute ein Teil des Brentanobades im Brentanopark. Das Petrihaus verfiel nach dem Tod Georgs. Nach der Eingemeindung Rödelheims 1910 nach Frankfurt wurde der Besitz an die Stadt verkauft. Bis 1968 wurde es als Wohnung durch den Leiter des Betriebshofes genutzt. Danach hatte niemand mehr ein Interesse an dem Petrihaus. Es sollte in den 80er Jahren abgerissen werden. In der Folgezeit regte sich öffentlicher Protest gegen den Abriss. 1988 wurde ein Förderverein gegründet, dessen Vorsitz der damalige Vorstandsvorsitzende des Flughafenbetreibers, Dr. Wilhelm Bender, der in Rödelheim geboren wurde und hier mit seiner Familie lebt, übernahm. Aber erst 1999 konnte mit der Restaurierung begonnen werden. Die Kosten beliefen sich auf 1,4 Millionen Euro.
Diese Summe wurde von den Mitgliedern des Fördervereins, regionaler Unternehmen, des Landes Hessen und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aufgebracht. Weiterhin unterstützte die Arbeitsgemeinschaft regionaler Handwerker das Vorhaben.

Heute ist das idyllische Petrihaus mit dem Brentanomuseum, dem Gingkobaum und dem direkten Zugang über das Niddawehr zum Brentanopark ein Schmuckstück in der Region. Die Einrichtung des Petrihauses kann besichtigt werden. Lesungen, geführte Rundgänge -auch durch den Brentanopark- szenische Darstellungen, Kunstausstellungen und andere Veranstaltungen machen das Petrihaus wieder zu einem Treffpunkt für Kunst und Kultur.




   
   
   
   


 

Deutschland
Frankfurt am Main
Rödelheim

Petrihaus
Am Rödelheimer
Wehr 15
60489 Frankfurt am Main-Rödelheim

Kontakt
Beatrix Schmidt
Tel.: 069/78801551

Öffnungszeiten
Feb. bis Nov. an jedem letzten Sonntag im Monat, jeweils von 14 - 18 Uhr
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Anreise

ÖPNV
S3, S4 und S5 bis Bahnhof Rödelheim. 10 Min. Fußweg -> Radilostraße -> Alt Rödelheim -> Am Rödelheimer Wehr
Bus 34 und 72 bis Alt Rödelheim

Pkw
Keine Parkplätze am Petrihaus. Parkgelegenheiten im Bereich Rödelheimer Parkweg und Parkplatz am Brentanobad.


© 2012 hjp-medien - Alemannenstraße - 64521 Groß-Gerau