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Schloss und Park Schönbusch

Schloss und Park Schönbusch, ein Kleinod bei Aschaffenburg

Jagdrevier, Tiergarten und Schloss
Park Schönbusch ist einer der frühesten und schönsten Landschaftsgärten im deutschen Sprachraum. Er wurde im englischen Gartenstil angelegt und hat seinen Ursprung in einem fürstlichen Jagdrevier. Die Mainzer Kurfürst-Erzbischöfe, die das im 1605-1614 errichteten Renaissanceschloss Johannisburg in Aschaffenburg als Nebenresidenz häufig nutzten, besaßen gegenüber der Stadt, ein in dem weiten Mainbogen gelegenes Jagdrevier, das Nilkheimer Wäldchen. Dieses war die Keimzelle des späteren Schönbusch. 1731 wurde das Wäldchen mit einem Graben eingefasst und ein Jägerhaus errichtet. Dieses befand sich wenige Meter östlich des heutigen Schlosses.

Englischer Garten
Die Idee, den kurfürstlichen Tiergarten, der überwiegend mit Hirschen besetzt war, zu einer englischen Gartenanlage umzuwandeln, hatte offensichtlich der im Jahr 1775 zum Mainzer Staatsminister berufene Graf Wilhelm Friedrich von Sickingen. Um 1778 wurde der 1776 begonnene untere See weiter ausgehoben und mit dem Aushub die Hügel am östlichen Ufer aufgeschüttet. Gleichzeitig wurde die Insel bepflanzt und mit dem Bau des Schlösschens begonnen. Die Bauleitung hatte der in Paris ausgebildete Architekt Emanuel Joseph Herigoyen. 1785 hatte Friedrich Ludwig Sckell unter dem Kurfürsten Friedrich Carl von Erthal (regierte 1774 - 1802) den weiteren Ausbau der Gartenanlagen und der Gebäude übernommen.

Teufelsbrücke
1788 wurde die Teufelsbrücke am unteren See errichtet, über die der Aussichtsturm zu erreichen ist. Sckell ließ sich hierbei von einer gleichnamigen Brücke in den Schweizer Alpen im St. Gotthard-Massiv, die die Schöllenschlucht überspannt, anregen. Das filigrane Geländer der Teufelsbrücke im Park Schönbusch erstrahlt seit der Sanierung 2008 wieder im traditionellen Weiß. Der Belag der fast 18 Meter langen Brücke besteht aus 105 Eichenbohlen.

Aussichtsturm
Jahrzehntelang war der knapp 15 Meter hohe historische Aussichtsturm aus dem 18. Jahrhundert geschlossen. Seit Juni 2012 ist er nach einer Bauzeit von zwei Jahren wieder zugänglich.
Etwa 145.000 Euro betrugen die Kosten für die Sanierung des Turm und des direkten Umfeldes.

Gartenordnung 1783
Schon 1783 legte die Gartenordnung fest, dass das Gelände auch für "das gemeine Volk" zu öffnen sei. Allerdings unter der Auflage, die "sittliche bürgerliche Conduite" nicht durch "ruhestörendes Berauschen" oder "Ausschweifungen beiderlei Geschlechtspersonen" zu stören.

Königlicher Hofgarten
In den Koalitionskriegen (1792-1815), die schon während der Französischen Revolution (1789-1799) ausbrachen, wurde auch der Park Schönbusch vernachlässigt. 1814 wurde Schönbusch königlicher Hofgarten. Die "königliche Willensmeinung" von Max I. Josephs verfügte, "dass die englische Anlage bei Aschaffenburg, der schöne Busch ..... genannt, so viel als möglich gut erhalten werde"

 


Brückenwache
 Park Schönbusch
Aussichtsturm im Park schönbusch
Schloss Schönbusch im Park Schönbusch
Parklandschaft

Gebäude im Park
Dazu zählt der Pavillon bzw. das klassizistische Gartenschloss Schönbusch (1778 - 1782), von dem man aus über eine Sichtschneise Blickkontakt mit dem Stadtschloss Johannisburg hat. Die Räume, die besichtigt werden können, bieten ein gutes Beispiel fürstlicher Wohnkultur Ende des 18. Jahrhunderts. Interessant sind ebenfalls die "Berge" mit Teufelsbrücke, der Aussichtsturm (1776 - 1790), der Freundschaftstempel (1786 - 1789), das Philosophenhaus (1787 - 1789), die Orangerie (1784/85), die Nilkheimer Kapelle (um 1720) und das ehemalige Nilkheimer Mustergut (1782 - 1786) sowie die Hirtenhäuser und das Dörfchen.

Pflanzen
Der Park ist reichhaltig mit Pflanzen besetzt. Es finden sich unter anderen Scheinzypressen, Trompetenbäume, Helmlockstannen, Douglasien, Baumtomaten, Korallensträucher, Hortensien, Pelargonien, Agaven, das Papageienblatt, Edeverien, Schwarznesseln, das Heiligenkraut sowie Zitronenthymian.

Schönbusch heute

Schönbusch, ein Schloss und ein weitläufiger, wunderschöner Park im englischen Stil mit lauschigen Ecken zum Sitzen und Entspannen. Für Kinder ebenso geeignet wie für Erwachsene. Die Anlage bietet Ruhe, Erholung und Abwechslung.

Neben Seen, Brücken und exotischen Bäumen gibt es weitläufige Wiesen sowie Kanäle, die mit Booten befahren werden können. Außerdem sind Spielplätze, Sitzgelegenheiten, ein Irrgarten, ein Infozentrum, eine Gaststätte mit Biergarten und Gebäude aus der Gründerzeit des Parks vorhanden.


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Bayern
Schloss und Park Schönbusch

Kleine
Schönbuschallee 1
63741 Aschaffenburg
Telefon:06021/87308

Lage: westlich von Aschaffenburg. Zu erreichen über die BAB A3 bis Abfahrt Stockstadt am Main und über die B469 und B26.

Der Park ist ganzjährig geöffnet. Eintritt frei.

Öffnungszeiten
Besucherzentrum

April - September:
Samstags, sonntags und feiertags
von 11-18 Uhr
Eintritt frei

Besichtigung von Schloß Schönbusch
April bis September
täglich außer montags
9 - 18 Uhr
Führungen stündlich
Eintritt: 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro

Ausstellung im ehemaligen Küchenhaus
über die Geschichte des Landschaftsgartens Schönbusch.
Geöffnet
samstags und sonntags
von 11 bis 18 Uhr



Besichtigungsräume des Schlosses nur über Treppen erreichbar; Besucherzentrum ebenerdig (behindertengerecht)


Verwaltung
Schloss- und Gartenverwaltung Aschaffenburg
Schlossplatz 4
63739 Aschaffenburg
Tel.: 06021/38657-0
E-Mail



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