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Die Täter

Alfred Schniering
Alfred Schniering wurde 1911 in Essen geboren.
Im Jahre 1929 trat der Angeklagte bereits der NSDAP bei. Später war er bei der Gaupropagandaleitung in Köln angestellt und betätigte sich auch als Parteiredner im Gaugebiet. Im Jahre 1939 meldete sich Schniering freiwillig zum Wehrdienst und wurde im Januar 1942 zum Leutnant befördert. Nach einem Auswahllehrgang wurde er mit der Leitung eines Reichsschulungslagers der Partei in Wiesbaden beauftragt, in dem Amtsleiter der Partei für den Luftkriegseinsatz geschult wurden. Etwa im Oktober 1944 wurde dieses Lager unter seiner Leitung nach Oppenheim verlegt. Mitte Januar 1945 kam Schniering zum Stabe des Reichsverteidigungskommissars West in Frankfurt a. M. als Sachbearbeiter für Stellungsbau.

Georg Ludwig Bittel
Georg Ludwig Bittel wurde 1902 in Nierstein geboren.
Schon frühzeitig, am 1.1.1931, trat Bittel der NSDAP bei. Am Kriege nahm er wegen Wehruntauglichkeit nicht teil. Von etwa Anfang Mai 1933 bis zum 21.3.1945 war er Ortsgruppenleiter von Nierstein.

Hans Kaiser
Hans Kaiser wurde am 19.10.1926 in Mayen geboren.
Vor Abschluss seiner Schulausbildung wurde er im Herbst 1943 zum RAD eingezogen und im Kärntner Grenzgebiet zur Bekämpfung von Partisanen eingesetzt. Ende Januar 1944 wurde er zur Infanterie einberufen und kam nach viermonatiger Ausbildung an den Mittelabschnitt der Ostfront. Im Sommer 1944 nahm er an einem Unteroffizierslehrgang teil und wurde Zeuge, wie die der Teilnahme an den Vorgängen des 20. Juli verdächtigen Offiziere des Lehrgangs in der Nähe von Thorn kurzerhand durch Genickschuss liquidiert wurden. Im September 1944 wurde er durch doppelten Lungenschuss schwer verwundet. Nach seiner Entlassung aus dem Lazarett wurde er zur Kriegsschule in der Nähe von Prag abkommandiert, am 1.3.1945 zum Leutnant befördert und sodann nach Wiesbaden zur Führerreserve West versetzt. Von hier aus kam er als Offizier z.b.V. zum Kampfkommandanten des Brückenkopfes Oppenheim-Nierstein. Nach dessen Räumung nahm er noch aktiven Anteil an den rechtsrheinischen Abwehrkämpfen gegen die unaufhaltsam vordringenden Amerikaner.

Heinrich Funk
Heinrich Funk wurde 1911 in Nierstein geboren.
Bereits seit März 1930 gehörte er der NSDAP, ab 1934 der Hitlerjugend an. Er war Oberscharführer der SA und Gefolgschaftsführer der Hitlerjugend. 1937 meldete er sich freiwillig auf die Ordensburg der NSDAP in Krössinsee/Pommern. Nach einem Wechsel zur Ordensburg Vogelsang war er für kurze Zeit bei der Kreisleitung der NSDAP in Mainz tätig. Freiwillig meldete er sich bei Kriegsbeginn zur Wehrmacht. Der Überfall auf die Sowjetunion konnte ihn auf eine spätere Wirtschaftskarriere in den eroberten Gebieten des neuen "Lebensraumes im Osten" hoffen lassen. Ab September 1941 betätigte er sich in der Zivilverwaltung beim Reichskommissar für die Ukraine als Stabs- und Hauptabteilungsleiter. Dort war er zuständig für Fragen der Hauptabteilung Wirtschaft und Industrie. Nach einem halbjährigen Besuch der Waffenschule Murmeion im besetzten Frankreich wurde er später als Oberfähnrich entlassen und kurz darauf zum Leutnant befördert. Wegen einer Erkrankung erholte er sich zunächst in einem Prager Lazarett und danach im Taunus. Dort erfuhr er von der Bildung des Oppenheimer Brückenkopfes und ließ sich umgehend dorthin versetzen.




 
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