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Flughafenausbau
Beginn der Rodungsmaßnhmen für die
Landebahn Nord-West /Räumng des Hüttendorfes

Am Dienstag, 20. Januar 2009, gegen 8 Uhr, startet der Flughafenbetreiber Fraport mit den Rodungsarbeiten für die neue Landebahn Nord-West im Kelsterbacher Wald. Gleichzeitig wird mit der Stellung eines Bauzaunes und mit der Rodung in Höhe des Ticona-Werkes und an der Okrifteler Straße (für eines der Brückenbauwerke) begonnen.
Das Hüttendorf wird ebenfalls mit einem Bauzaun umgeben. Eine Räumung erfolgt nicht. Die etwa
15 Bewohner werden von den Maßnahmen überrascht. Zu Widerstandshandlungen kommt es nicht. Der Zugang bleibt frei.
Die Aktivisten besetzen die Baumhäuser und hängen sich an die zwischen den Bäumen gespannte Stahlseile.

Wie der Pressesprecher der Fraport, Busch erklärt, ist eine Räumung des Camps vorerst nicht geplant.

Starke Polizeikräfte aus mehreren Bundesländern schützen die Arbeiten. Ein von Fraport beauftragtes Sicherheitsunternehmen sichert
die Baustelle.

Im Auftrag von Fraport werden Hinweise an dem Bauzaun angebracht.
Neben Informationen auf die rechtliche Lage werden Personen aufgefordert, den für den Bau der Landebahn Nord-West benötigten Bereich des Kelsterbacher Waldes unverzüglich zu verlassen und die Bauarbeiten nicht zu behindern. Und weiter: Wir appellieren an Sie, Ihren mit dem Camp zum Ausdruck gebrachten Protest gegen den Ausbau des Flughafens Frankfurt Main nicht durch den unrechtmäßigen Verbleib..... fortzusetzen, sondern sie (die Flächen) umgehend zu räumen.

Über die Presse fordert Innenminister Bouffier die Ausbaugegner auf, den Kelsterbacher Wald zu verlassen. Die Polizei setze auf "Überzeugungsarbeit und Deeskalation".

Erhebliche Probleme bereitet die "Befreiung" eines Aktivisten, der sich in einem unterirdischen Bunker angekettet hat. Die Ausgrabungen beginnen gegen 8 Uhr. Gegen 13 Uhr ist offensichtlich der Sichtkontakt zu der Person hergestellt. Es werden Decken, Holzteile und eine Matratze aus dem "Bunker" entfernt. Der "Eingeschlossene" wird von einem anderen Aktivisten aus dem Camp mit Lebensmittel (Brötchen und Äpfel) sowie mit Getränken versorgt.
Am Abend gab die Person, ein 28-jähriger aus Freiburg, auf. Der vor Ort anwesende Notarzt entschied, dass der Freiburger einer dringenden eingehenden
ärztlichen Untersuchung bedarf, - insbesondere sein zuvor über Stunden von ihm selbst festgeschlossener Arm. Er wurde gegen 19 Uhr in ein Krankenhaus eingeliefert.

Gegen 18 Uhr findet eine Demonstration von etwa 100 Personen von der Okrifteler
Straße über die Gelbe Grundschneise in Richtung Camp statt. Viele der Teilnehmer tragen brennende Fackeln. Nach dem Ende der Aktion, die friedlich verläuft, gingen noch einmal etwa 30 Personen in Richtung des Hüttendorfes.

Grüne, Umweltschützer, Evangelische Kirche Hessen und Linkspartei beklagen, dass durch die Arbeiten vor Ende der im Juni 2009 beginnenden Hauptverhandlung vor dem VGH vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Die Bürgerinitiativen kündigen weiter Widerstand an.

Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Wilhelm Bender, spricht von einen "guten Tag für die ganze deutsche Luftverkehrswirtschaft und ein Signal der Zukunftsfähigkeit an den Kapitalmarkt" Wörtlich sagte der Fraport-Chef: "Mit der neuen Landebahn und dem geplanten dritten Terminal legen wir die Grundlage für Wirtschaftswachstum und eine deutliche Zunahme der Beschäftigten am Flughafen wie in der Region. Es sei auch ein wichtiger Beitrag zur Überwindung der Wirtschafts- und Finanzkrise, helfe vor allem der Bauwirtschaft, sichere und schaffe Arbeitsplätze."

Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch hat heute den Beginn der Arbeiten für eine Erweiterung des Frankfurter Flughafens als "wichtigstes Zukunftssymbol des Jahrzehnts" bezeichnet: "Die Fraport AG setzt heute ein wichtiges Zeichen für die Wirtschaftskraft und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Frankfurt/ Rhein-Main. Es ist ein Zukunftssymbol für die Unternehmen wie auch für die Bürgerinnen und Bürger in unserem Land."

Polizei räumt Waldbesetzerdorf
Frankfurt-Flughafen: Gerichtlicher Räumungsbeschluss wird durch Gerichtsvollzieher im Camp der Flughafenausbaugegner aktuell vollstreckt.

Am Mittwochmorgen, 18.02.2009, gegen 8 Uhr, beginnt der
Gerichtsvollzieher im Camp der Flughafenausbaugegner im Kelsterbacher Wald den durch die Fraport erwirkten gerichtlichen Räumungsbeschluss bezüglich des besetzten Rodungsgeländes umzusetzen. Durch ihn erfolgt über Megafon die Verlesung und Umsetzung des durch das Landgericht Darmstadt erlassenen Beschlusses.
Da die Ausbaugegner der verfügten Räumung, die u.a. beinhaltet, die Baumhütten und Zelte zu verlassen sowie diese abzubauen, einschließlich mit ihrem Hab und Gut das Rodungsgelände zu verlassen, nicht nachkommen, wird durch den Gerichtsvollzieher die Polizei um sofortige Amtshilfe gebeten.
Auf Grund des Ersuchens werden vor Ort durch die Einsatzkräfte der Polizei die erforderlichen Unterstützungsmaßnahmen umgesetzt. Am Boden zählen die Beamten aus dem Bereich der Zelte und Hütten 25 Personen. Sie werden entsprechend überprüft und des Geländes verwiesen. Zwei davon halten sich trotz eines bereits verfügten Aufenthaltsverbots - gültig bis einschließlich 28. Februar 2009 - erneut verbotener Weise auf dem Camp-Gelände auf.

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Fällarbeiten
Baumhaus
Luftiger Protest
Baumhaus
Zelt
Bunter Protest

In dem so genannten "Robin Wood-Baumhaus" werden fünf Personen angetroffen, von denen sich vier
angekettet haben. Diese Fesseln wurden durch Spezialkräfte der Polizei fachgerecht gelöst und die Personen mit hydraulischen Gabelstaplern sicher auf den Waldboden gebracht. Es werden Personalienüberprüfung und weitere notwendige Maßnahmen folgen.
Am abgesperrten Campgelände halten sich rund 40 Personen auf, die friedlich die weiteren Maßnahmen verfolgen.

Fraport hat gegen 37 Personen, die im Bereich des Hüttendorfes angetroffen werden, Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet. 15 Personen erhalten einen Platzverweis. 7 Personen werden aus Baumhäusern bzw. Plattformen "evakuiert". Einige davon hatten sich angekettet. 22 Personen (davon 10 Frauen) werden festgenommen aber bereits am Mittwoch wieder freigelassen. Die "Bewohner", zwischen 16 und 60 Jahren alt, kamen aus Frankfurt (2), aus anderen Teilen Hessens sowie aus Berlin, Hamburg und Niedersachsen.
Am gleichen Tag findet ab 18 Uhr eine Demonstration, ausgehend von dem Parkplatz an der Okrifteler Straße statt. Viele der etwa 150 Teilnehmer tragen Fackeln. Einige der Redner weisen an der Umzäunung des ehemaligen Hüttendorfes darauf hin, dass das Vorgehen der Fraport illegal sei und der Protest weitergehen wird.



 

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