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Erlebniswelt Flughafen Frankfurt
Der Flughafen Frankfurt ist nicht nur Deutschlands größter Verkehrsflughafen, sondern auch eine eigene kleine Stadt. Mit mehreren zehntausend Beschäftigten, einer umfangreichen Infrastruktur und Millionen von Reisenden jährlich zählt er zu den bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuzen Europas. Neben seiner Funktion als internationaler Flughafen bietet er Besuchern zahlreiche Möglichkeiten zur Besichtigung, Unterhaltung und Information.
Beim Beobachten der Reisenden in den Abfertigungshallen, der Flugzeuge auf dem Vorfeld sowie der An- und Abflüge aus aller Welt wird schnell Fernweh geweckt. Ob zum Einkaufen, zum Abholen oder Verabschieden von Freunden und Verwandten oder für einen spannenden Ausflug – der Flughafen Frankfurt ist ein interessantes Ausflugsziel für die ganze Familie.
Durch die hervorragende Anbindung an Autobahnen, Fern- und Regionalbahn sowie den öffentlichen Nahverkehr ist der Flughafen bequem erreichbar. Viele Geschäfte und gastronomische Betriebe haben täglich bis in die Abendstunden geöffnet.
Betriebszeiten
Der Flughafenbetrieb erfolgt grundsätzlich rund um die Uhr. Starts und Landungen sind jedoch aufgrund des Nachtflugverbots zwischen 23:00 Uhr und 05:00 Uhr nur eingeschränkt möglich.
Terminalstruktur – Neuerungen durch Terminal 3
Mit der Inbetriebnahme des neuen Terminal 3 im Jahr 2026 wurde die Terminalstruktur des Flughafens grundlegend verändert.
Terminal 1
Heimatbasis der Lufthansa und ihrer Partnergesellschaften
Bereiche A, B, C und Z
Direkte Anbindung an Fernbahnhof, Regionalbahnhof und Autobahn
Terminal 2
Der Die Abfertigung von Passagieren im Terminal 2 wurde im Zuge der Inbetriebnahme von Terminal 3 eingestellt.
Die Abfertigungen wurden auf die Terminals 1 und 3 verteilt.
Das Gebäude wird grundlegend saniert und soll Mitte der 30er Jahre wieder in Betrieb gehen.
Somit bleibt auch die Besucherterrasse geschlossen.
Terminal 3
Neuer, hochmoderner Terminalkomplex im Süden des Flughafens
Kapazität von zunächst rund 19 Millionen Passagieren jährlich
Drei Flugsteige (H, J und K) Moderne Gepäck- und Sicherheitsanlagen
Anbindung über das fahrerlose Sky-Line-System
Terminal 3 (Daten, Zahlen, Fakten)
Andachts- und Gebetsräume
Der Flughafen Frankfurt bietet Räume der Stille und des Gebets für verschiedene Religionsgemeinschaften.
Zu finden sind diese unter anderem:
Terminal 1, Bereich B, Ebene 2 Terminal 1, Transitbereich Terminal 3 (entsprechende Andachts- und Gebetsräume wurden im Neubau ebenfalls vorgesehen)
Ärzte, Serviceeinrichtungen und Geschäfte
Am Flughafen befinden sich unter anderem:
Flughafenklinik
Zahnärztliche Versorgung Apotheken
Optiker
Banken und Versicherungen
Reisebedarfsgeschäfte Restaurants, Cafés und Imbissbetriebe
Sky Line
Eine besondere Attraktion ist die Fahrt mit der fahrerlosen Hochbahn „Sky Line“. Sie verbindet die verschiedenen Terminalbereiche miteinander und bietet interessante Einblicke auf Vorfelder, Abfertigungsanlagen und den Flugbetrieb.
Mit der Eröffnung von Terminal 3 wurde das Sky-Line-System erweitert und verbindet nun die Terminalbereiche auf einer deutlich längeren Strecke.
Aussichtspunkte
Besucher können den Flughafen auf eigene Faust erkunden oder die Angebote der Fraport AG nutzen.
Zusätzlich stehen mehrere kostenfreie Aussichtspunkte rund um das Flughafengelände zur Verfügung:
- Fußgängerbrücke an der A5 beim Luftbrückendenkmal
- Aussichtspunkt Startbahn West
Aussichtsplattform Landebahn Nordwest
- Weitere Beobachtungspunkte entlang der südlichen Flughafengrenze
Flughafen-Rundfahrten
Ein besonderes Erlebnis sind die Besucherrundfahrten über das Vorfeld. Die Teilnehmer erhalten dabei einen einzigartigen Einblick in die Abläufe eines internationalen Großflughafens.
Während der Rundfahrt können unter anderem beobachtet werden:
Rollende, startende und landende Flugzeuge
Betankungsvorgänge
Be- und Entladung von Luftfahrzeugen Wartungs- und Servicefahrzeuge
Frachtbereiche und technische Einrichtungen
Fachkundige Begleiter erläutern die Abläufe des Flughafenbetriebs sowie technische Details zu Flugzeugen und Infrastruktur.
Flughafenfeuerwehr
Die Flughafenfeuerwehr Frankfurt zählt zu den modernsten Werkfeuerwehren Europas. Sie ist für den Brandschutz auf dem gesamten Flughafengelände zuständig und muss gemäß internationalen ICAO-Vorschriften jeden Punkt des Start- und Landebahnsystems innerhalb von 90 Sekunden (ab Alarmierung) erreichen.
Die Feuerwehr verfügt über mehrere Feuerwachen, hochmoderne Flugfeldlöschfahrzeuge sowie speziell ausgebildete Einsatzkräfte für Flugzeug-, Gebäude- und Gefahrguteinsätze.
Animal Lounge
International bekannt ist die Animal Lounge der Lufthansa Cargo. Auf mehreren tausend Quadratmetern werden hier Tiere betreut, die per Luftfracht transportiert werden. Die Einrichtung erfüllt höchste veterinärmedizinische und hygienische Standards und gilt als eine der modernsten Tierstationen weltweit.
Entwicklung des Flughafens
1912 wurde die erste Luftschiffhalle auf dem Rebstockgelände eingeweiht. Das Luftschiff Viktoria Luise wurde hier stationiert.
1924 wurde die Südwestdeutschen Luftverkehrs AG am Flugplatz Rebstock gegründet. Im ersten Jahr fanden 234 Starts und Landungen statt, eine für diese Zeit beachtliche Anzahl.
1930 beschloss der Frankfurter Magistrat, als Ersatz für den zu klein gewordenen Flugplatz den Neubau südlich von Frankfurt.
1933: Beginn der Bauarbeiten für den neuen Flughafen.
Am 8. Mai 1936 wurde der Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main offiziell eröffnet.
Am 14. Mai 1936 landete erstmals ein Luftfahrzeug. Es war das Luftschiff LZ-127, die Graf Zeppelin. In den Folgejahren war neben der Graf Zeppelin auch die Hindenburg (LZ 129) hier beheimatet. Nach dem Totalverlust der Hindenburg am 6. Mai 1937 in Lakehurst zeichnete sich das Ende des Luftschiffverkehrs ab.
Am 8. Juli 1936 begann die Lufthansa mit dem regelmäßigen Flugverkehr ab Frankfurt. An diesem Tag landete Flugkapitän Theodor Krist mit seiner Lufthansa Junkers-Transportmaschine auf der einzigen Betonpiste, die dem Rhein-Main-Flughafen als Start- und Landebahn diente. Außerdem war es der 98. Geburtstag des Grafen Ferdinand von Zeppelin.
Nach Kriegsbeginn wurde der Flughafen militärisch genutzt. Am 9. Mai 1939 starteten erstmals deutsche Bomber gegen Frankreich.
Von August bis Dezember 1944 befand sich eine Außenstelle des elsässischen KZ- Natzweiler in Walldorf (Mörfelden-Walldorf), einer Nachbargemeinde des Flughafens. Hier waren bis zu 1.700 jüdische Ungarinnen untergebracht, die auf dem Flughafen zu Bauarbeiten eingesetzt wurden.
KZ-Außenlager Walldorf
Zeitzeugen und Betroffene sind die Darsteller des 2003 gedrehten Dokumentarfilmes "Die Rollbahn" über das KZ-Außenlager Walldorf.
1944 und 1945 war der Flughafen wiederholt Ziel alliierter Bombenangriffe. Das Gelände wurde flächendeckend bombardiert und am 25. März 1945 von amerikanischen Truppen besetzt. In den folgenden Monaten wurde eine provisorische Start- und Landebahn gebaut (die heutige Südbahn).
Das erste zivile Luftfahrzeug landete am 18. Mai 1946. Es war ein Flugzeug der American Overseas Airlines.
Der Flughafen war ab 26. Juni 1948, neben Hannover und Hamburg, während der Luftbrücke Hauptbasis der alliierten Flugzeuge. Obwohl die Sowjets die Blockade Berlins am 12. Mai 1949 einstellten, wurde die Versorgung der Berliner Bevölkerung aus der Luft noch bis 30. September 1949 über die US Rhein-Main Air Base, die später auch den Beinamen "Gateway to Europe" trug, fortgesetzt. Neben Berlin steht auch am Frankfurter Flughafen ein Luftbrückendenkmal, das von der Autobahn A 5 aus zu sehen ist. In diesen Zeitraum (ab 18. April 1949) fiel auch der Bau einer zweiten parallel verlaufenden Start- und Landebahn (der heutigen Centerbahn -ehem. Nordbahn-).
Fazit
Der Flughafen Frankfurt vereint moderne Luftfahrt, Technik, Logistik und Geschichte an einem Ort. Ob als Reisender, Luftfahrtinteressierter oder Besucher – der Flughafen bietet weit mehr als nur Start und Landung. Von der Sky Line bis hin zu den Rundfahrten und der beeindruckenden Infrastruktur gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen Blick hinter die Kulissen eines der wichtigsten europäischen Flughäfen zu werfen.
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Besucherterrasse Terminal 2:
derzeit geschlossen |
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Chronologie
1924: Gründung der "Südwestdeutschen Luftverkehrs AG"
1936: Aufnahme des Flugbetriebes auf "Rhein-Main"
1945 Ausbau zur Rhein-Main-Air-Base.
1948 Luftbrücke
1949: Paralleles Start- und Landebahnsystem (Nord- und Südbahn) fertiggestellt.
1954: Umbenennung in "Flughafen Frankfurt/Main AG" (FAG)
16.6.1965: Grundsteinlegung durch den Hessische Wirtschaftsminister Rudi Arndt für die NEW (neue Empfangsanlage West); später umbenannt in Terminal Mitte; heute: Terminal 1
12.1.1970: Erste Landung einer Boeing-747 (Jumbo), "Red Jacket" der US-amerikanischen Fluggesellschaft Pan Am, außerplanmäßig, Umleitung wegen Nebel in London-Heathrow.
28.1.1970: Erste planmäßige Landung einer B-747
26.4.1970: Erster Lufthansaflug mit einer B-747 nach frankfurt.
14.3.1972 werden das Terminal 1 und der Tiefbahnhof durch Bundespräsident Gustav Heinemann eröffnet.
1984 wird die in Nord-/Südrichtung verlaufende Startbahn in Betrieb genommen.
1994 nehmen das Terminal 2 und die Hochbahn Sky-Line ihre Funktionen auf.
1997 werden Anlagen für den
- Frachtumschlag im Südbereich (CargoCity Süd)
- Flugsteig D und
- die Sky Line nach Westen erweitert und
fertig gestellt.
1999 erfolgt die Betriebsaufnahme des ICE-Bahnhofs.
2000 wurde der Flugsteig A verlängert und die FAG (Flughafen Frankfurt Main AG) wurde in Fraport AG umbenannt (2001).
2002 Anschluss an ICE-Neubaustrecke nach Köln
2004 erfolgt der Planfeststellungsbeschluss für die A380-Werft im Süden
2005 werden erste Abfertigungs-Tests eines Airbus A380
durchgeführt.
2005 Die US-Luftwaffe räumt
Rhein-Main-Air Base komplett.
2006 wurden erstmals über zwei Millionen Tonnen Fracht innerhalb
eines Kalenderjahres verladen.
2007
- Baubeginn Airrail Center (über ICE-Bahnhof)
- Planfeststellungsbeschluss für Ausbauprojekte Landebahn Nord-West und Terminal 3
2008 erster Bauabschnitt der A-380-Werft fertig gestellt.
2009: Beginn der Ausbauarbeiten für die Kapazitätserweiterung
2010: Inbetriebnahme zweier neuer Kontrolltürme
2011
- Inbetriebnahme
Landebahn Nordwest
- Fertigstellung "The Squaire"
2012: Inbetriebnahme der Erweiterung des Flugsteigs A
2013: Einreichung des Bauantrages für Terminal 3 (im ersten Bauabschnitt):
- Grundfläche ca. 90.000 Quadratmeter
- Länge Flugsteig H: 400 Meter / Länge Flugsteig J: 600 Meter
- 24 gebäudenahe Positionen
2015: Baubeginn Terminal 3
2026: Inbetriebnahme Terminal 3
2026: Außerbetriebnahme Terminal 2: Der Betrieb erfolgt nach erfolgter Grundsanierung voraussichtlich erst wieder Mitte der 30er Jahre
Bahnen:
1 Start- und Landebahn Center, 1 Start- und Landebahn Süd, 1 Startbahn West, 1 Landebahn Nordwest
| Start- und Landebahnen |
| Bezeichnung |
Maße (m) /
Richtung |
Bau |
| 07C/25C (Center; ehem. Nord) |
4000 × 60 Asphalt /
Ost-West
Starts + Landungen |
1936 |
| 07R/25L (Süd) |
4000 × 45 Asphalt /
Ost-West
Starts + Landungen |
1949 |
| Startbahn West (18) |
4000 × 45 Asphalt/Beton / Nord-Süd
Nur Starts gen Süden |
1984 |
| 7L/25R (Landebahn Nordwest) |
2800 × 45 Beton / Ost-West
Nur Landungen (nicht zugelassen für A-380, B-747, MD-11) |
2011 |
| Verkehrszahlen (Quelle: Fraport) |
| Jahr |
Fluggäste |
Fracht/ Post (t) |
Flug-
beweg. |
| 1950 |
195.330 |
3.652 /
1.616 |
13.076 |
| 1960 |
2.172.494 |
46.910 /
11.875 |
85.257 |
| 1970 |
9.401.842 |
327.323 /
59.353 |
195.802 |
| 1980 |
17.664.171 |
642.850 /
91.918 |
222.293 |
| 1990 |
29.631.427 |
1.176.055 /
152.317 |
324.387 |
| 2000 |
49.369.429 |
1.589.428 /
141.011 |
458.731 |
| 2005 |
52.230.323 |
1.892.100 / 99.437 |
490.147 |
| 2010 |
53.013.771 |
2.231.348 / 76.445 |
464.432 |
| 2011 |
56.443.657 |
2.169.304 / 82.314 |
487.162 |
| 2012 |
57.520.001 |
2.066.431 / 80.380 |
482.242 |
| 2013 |
58.042.554 |
2.048.729 / 79.165 |
472.692 |
| 2014 |
59.566.132 |
2.132.132 / 81.165 |
469.026 |
| 2015 |
61.040.613 |
2.030.861 /
83.718 |
468.153 |
| 2016 |
60.792.308 |
2.067.257 /
85.220 |
462885 |
| 2017 |
64.505.151 |
2.143.622 / 85.348 |
475.537 |
| 2018 |
69.514.414 |
2.213.887 /
90.086 |
512.115 |
| 2019 |
70.560.987 |
2.128.476 /
|
513.912 |
| 2020 |
18.770.998
-73,4% |
1.895.074 / 57.554
-7,2% / -33,6% |
212.235
-58,7% |
| 2021 |
24.814.921
+32,2 |
2.271.542
+19,9
46.340
-19,5 |
261.927
+23,4
|
| 2022 |
48.923.474
+32,2 |
1.966.166
-13,4
43.316
-6,5
|
382.211
+97,2 |
| 2023 |
59.359.539
+21,3 |
1.931.296
-3,9 |
430.436
+12,6 |
| 2024 |
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Außergewöhnliches
Airforce One, DO24 ATT, Airbus A-380,
Kanzlerin Merkel u.a.
Mit etwas Glück kann man auch nicht alltägliche Flugzeugtypen, die oft sehr fantasievoll bemalt sind, sehen.
Höhepunkte 2005 und 2007 waren zweifellos die Arbeitsbesuche des
Airbus A380 mit der
ersten Landung eines
Airbus A380
und der
erster weltweiter Flughafentest der
A-380
in Frankfurt.
Aber auch die erste und einzige Landung der
Concorde in Frankfurt
oder der Besuch der
"Airforce One", die den US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush, zu einem Staatsbesuch brachte und für Turbulenzen, nicht nur in der Luft, sorgte, waren nicht alltäglich.
Außerdem
Das Flugboot
Dornier DO24 ATT in Frankfurt
Erste Landungen auf der neuen
NordWest-Landebahn
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