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Im Park des Jagdschlosses Wolfsgarten steht das im Jugendstil
erbaute Prinzessinnenhaus. Es wurde 1902 von Joseph Maria Olbrich
(1867 - 1908) für die 1895 geborene Prinzessin Elisabeth
von Hessen und bei Rhein als Spielhaus erbaut und ist einzigartig
in Deutschland.
Elisabeth war die Tochter des Großherzogs
Ernst Ludwig, der in Hessen von 1892 bis 1918 regierte (verstorben
1937), mit Victoria Melita von Sachsen-Coburg-Gotha. Elisabeth
starb am 16. November 1903 während einer Russlandreise
zu ihrem Onkel, Zar Nikolaus II., an Typhus.
Sie wurde, zusammen mit anderen Mitgliedern der großherzoglichen Familie, im Park Rosenhöhe in Darmstadt beigesetzt.
Das 1902 fertig gestellte Spielhaus, das aus einer Ziegel-Fachwerkkonstruktion besteht, ist die Mischung aus einer Villa und einem Landhaus, das an die Maße und Bedürfnisse eines Kindes angepasst ist. Es ist eingeschossig und besteht aus zwei Räumen, dem Salon und der Küche. Die Raumhöhe beträgt 1,90 Meter. Die Initialen E, die vielseitig am und im Gebäude angebracht sind, entsprechen dem stand der Prinzessin.
Neben dem hohen und über Eck gebauten Dach fällt der
hohe weiße Schornstein mit einer ovalen seitlichen Öffnung und der großen vergoldeten Krone auf.
Die meisten Möbel, die Tapeten und der Garten wurden ebenfalls von Olbrich entworfen und sind heute noch vorhanden.
Auf den Pfosten des blauen Holzzaunes, der das Prinzessinnenhaus umgibt, sitzen vergoldete Tauben.
1905 heiratete der Großherzog
Eleonore zu Solms-Hohensolms-Lich. deren beiden Söhne, die Prinzen Georg Donatus und Ludwig nutzten ebenfalls das Spielhaus. Deren Initialen sind im Innern des Gebäudes, an den Türpfosten zwischen dem Salon und der Küche eingeschnitzt.
Nach dem Krieg diente es als Notunterkunft für Flüchtlinge.
1996 wurde es grundlegend restauriert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat diese Maßnahme finanziell unterstützt.
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