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Der Park Rosenhöhe geht auf das Jahr 1810 zurück. Aus
einem ehemals herrschaftlichen Weinberg auf dem "Busenberg"
wurde ein Landschaftsgarten nach englischem Vorbild gestaltet.
Die Vorlage dazu lieferte der Heidelberger Gartenarchitekt Michael
Zeyher. Der Gartenmeister des Schwetzinger Schlossparkes
hatte Blumenrondelle und Baumgruppen gepflanzt. Der Hofarchitekt
Georg Moller schuf das Teehaus und die Pavillons im Stil des Biedermeier.
So sind hier, neben einer Vielzahl von Blumen auch weitläufige
Wiesen, ein Kräutergarten, Obstwiesen, ein Kastanienrondell,
prächtige Mammutbäume, Blutbuchen, Weißtannen,
Douglasien, Weymouth-Kiefern, Robinien, Lawsons-Scheinzypressen
und Kanadische Helmlocktannen zu finden.
1826 wurde der Park auch zur Begräbnisstätte der Großherzoglichen
Familie. Es entstand das von Georg Moller entworfene klassizistische
Mausoleum als Grabstätte für die Prinzessin Elisabeth.
Der Bildhauer Christian Rauch gestaltete die marmorne Grabplastik.
1905-1910 schuf der Architekt Prof. Karl Hofmann das "Neue
Mausoleum" für die Eltern von Großherzog Ernst
Ludwig (*25.11.1868 -
09.10.1937). Dieses wurde dem romanischen Grabmal der Kaiserin Galla
Placidia in Ravanna nachempfunden. In den Gräbern im Freien
ist die großherzogliche Familie bestattet. Der kniende Engel,
eine Bronzeplastik des Bildhauers Ludwig Habich, bewacht das Grab
von Prinzessin Elisabeth, die im Alter von acht Jahren während
einer Russlandreise starb.
Unmittelbar daneben befinden sich unter einem steinernen Kreuz sechs Gräber. Hier wurden bestattet:
Großherzogin Eleonore von Hessen und bei Rhein (*17.9. 1871) die Witwe des Großherzogs Ernst Ludwig, ihr Sohn Georg Donatus
(*08. 11. 1906), dessen Ehefrau
Prinzessin Cecilia von Griechenland und Dänemark
(*22.6.1911) sowie deren Kinder
Ludwig Ernst Andreas (*25.10.1931)
und
Alexander Georg Karl Heinrich (*14.4.1933), die alle bei einem Flugzeugabsturz in Ostende am 16. 11. 1937 starben. Sie waren auf dem Flug nach London zur Hochzeit von Prinz Ludwig mit der Britin Margret Campbell-Geddes, Tochter des Barons Geddes of Rolvedon.
Mit Prinz Ludwig (*20.11.1908 - 30.5.1968) und Prinzessin Margaret (*18.3.1913 - 26.1.1997) starb die Linie Hessen-Darmstadt
aus.
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Der Begründer der Künstlerkolonie, der letzte Darmstädter Großherzog Ernst Ludwig, der sich auch der Gartenbaukunst widmete, begann 1900 den Park umzugestalten. Unter anderem schuf er, als Kernstück des Parks, eine wunderschönes Rosarium.
"Vor allen andren lächelt mir dieser Erdenwinkel", schwärmte Großherzogin Wilhelmine für ihren schönen Garten auf der Rosenhöhe.
Nach dem 1. Weltkrieg diente der Park weitgehend
als Nutzgarten. Zwar wurde der Landschaftsgarten 1925 weitgehend
wieder hergestellt, doch im 2. Weltkrieg - und danach - hatte
der Anbau von Gemüse Vorrang. In den Randzonen im Norden
und Süden entstanden Wohnhäuser. Bis in die 70er Jahre
verwilderte der Park immer mehr. 1989 übernahm die Stadt
Darmstadt den bis dahin im Privatbesitz befindlichen Park. Nach
altem Vorbild wurde der einst berühmte Park rekonstruiert
und wieder hergestellt.
Das Pförtnerhäuschen wurde originalgetreu wieder hergestellt und dient als Ausstellungsraum für Informationen zur Geschichte des Parks.
Heute ist dieser sehenswerte Park eine Oase der Ruhe. Hat man
das Löwentor mit seinen expressionistisch gestalteten Klinkersäulen
durchschritten, kann man auf gut ausgebauten Wegen spazieren gehen,
sich auf Bänken der Ruhe hingeben oder im Schatten der exotischen Bäume von fernen Ländern träumen.
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