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Fürstenlager
Eine weitläufige hügelige Parklandschaft, grüne Wiesen, ein gutes Wegenetz, eine schöne Aussicht über Weinberge sowie exotische Sträucher und Bäume auf der Herrenwiese sind erste Eindrücke vom Fürstenlager. Dieses wurde ab 1790 von den Landgrafen und Großherzögen von Hessen-Darmstadt als Sommerresidenz errichtet. Neben dem Herrenhaus entstanden Wirtschaftsgebäude, der Prinzenbau, der Damenbau sowie ein Haus für den Brunnenverwalter. Die Geschichte des Fürstenlagers hat ihren Ursprung in einem Kurbad. In der Nähe von Auerbach sind seit Beginn des 18. Jahrhunderts Heilquellen bekannt. 1739 wurden drei nah beieinander liegende Mineralquellen gefunden. Der einsetzende Badebetrieb kam aber schon 1740 zum Erliegen.

1757 wurden die zugeschlämmten Brunnen wieder aufgegraben. Der wieder einsetzende Kurbetrieb wurde von Landgraf Ludwig VIII. (regierte von 1739 – 1768) unterstützt. Er entsandte seine Leibärzte, damit diese den Kurgästen zur Verfügung stehen konnten und kam selbst mit seiner Familie 1767 zur Kur. Dies förderte den Ruf des Bades. Erste Gebäude wurden errichtet. Der Erbprinz Ludwig, der 1790 als Landgraf Ludwig X. die Regierung antrat, besuchte 1783 mit der Erbprinzessin Luise das Bad. Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt genas er von einer langwierigen Krankheit.

Ab 1785 erwarb der landgräfliche Hof von Bauern Grundstücke in der Umgebung des Gesundbrunnens, der sich an der Bachgasse, oberhalb der Einfahrt zu den Marmoritwerken befindet. Neben Künstlern und Dichtern waren in der Vergangenheit auch viele Fürsten zu Gast und fungierten so als Namensgeber.

 

Wächterhaus im Fürstenlager
Gutes Wegenetz
Parklandschaft Herrenwiese  mit Springbrunnen
Wechselnde Landschaften
Herrenhaus im Staatspark Fürstenlager

Der Mittelpunkt des Fürstenlagers war das Herrenhaus, der Sitz der fürstlichen Familie. In dem sich daran anschließenden Herrenpark wurden im Laufe der Zeit über 50 Gehölze aus fast allen Kontinenten angepflanzt. Hier finden sich die Rotfichten, Spitzahorn, Kaukasusfichten, Japanische Sicheltannen, der Tulpenbäume und Kanadische Helmlocktannen neben dem ältesten Mammutbaum Europas.

Der 25 Hektar große Staatspark lädt zur Erholung ein. Auf den Rundwanderwegen können Sie an einer Eremitage, einer Grotte, dem Luisendenkmal und an dem Freundschaftsaltar verweilen. Im Komplex rund um das Herrenhaus finden verschiedene Dauerausstellungen statt.

 


Fürstenlager


Anfahrt:
Über die A 5 bis Bensheim oder
Zwingenberg. Der Bergstraße (B 3) bis Auerbach folgen.
Ab Auerbach ist das Fürstenlager ausgewiesen.
Parkplatz: Bachgasse

Bahn:
Zielbahnhof Auerbach

Eintritt:
der Park ist frei zugänglich.

Buchtip

Buchtip:
Staatspark Fürstenlager

von Claudia Göschel
Edition der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen. 1996.
52 Seiten.
ISBN 3-927879-82-7

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