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Stadtwaldhaus Frankfurt
Das Stadtwaldhaus Frankfurt wurde auf dem Gelände der ehemaligen Fasanerie errichtet und 1995 als forstlich-ökologisches Informationszentrum eingeweiht. Besucher des Stadtwaldes können sich über den Wald informieren.

Schon das Äußere des Stadtwaldhauses mit den beiden begrünten und gegeneinander versetzten Pultdächern, in deren Mitte sich eine Eiche befindet, lässt vermuten, dass hier etwas Besonderes entstanden ist. Dieser Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit des Frankfurter Forstamtes wurde von dem Darmstädter Architekten Ot Hoffmann entwickelt. Neben Informationen über die Geschichte des Frankfurter Stadtwaldes sind verschiedene Werkzeuge zu sehen, die in der Forstwirtschaft eingesetzt wurden. Neben Dauer- und Wechselausstellungen gibt es eine Bibliothek, eine Cafeteria, ein Forum sowie einen Nacht- und einen Erlebnisraum.

Im 9. Jahrhundert wurde erstmals der Reichsforst „Dreieich“ erwähnt. Dessen nördlicher Teil, der so genannte Königsforst, wurde 1372 von Kaiser Karl IV. zusammen mit dem Reichsschultheißamt an die Stadt Frankfurt verkauft. Diese wurde damit reichfrei. 1729 war das Gründungsjahr der Frankfurter Forstverwaltung, die ihr 275jähriges Bestehen im Juli 2004 mit einem Festakt im Stadtwaldhaus gedachte.

Die im engeren -im südlichen- Bereich der Stadt Frankfurt liegenden Waldungen betragen ca. 4880 Hektar. Der Laubholzanteil beträgt ca. 63% und besteht überwiegend aus Eichen mit ca. 28% und Buchen mit ca. 21%. Der Nadelholzanteil von 37% besteht zu 31% aus Kiefern.

Der Wald wurde im 2. Weltkrieg an vielen Stellen bombardiert. Oft blieben nur Baumgerippe und verbrannte Flächen übrig. Nach 1945 wurden an diesen Stellen schnellwachsende Bäume, nämlich Roteichen und Kiefern, die atypisch für diese Region sind, gepflanzt. Erst in vielen Jahrzehnten wird der ursprüngliche Mischbestand aus Eichen und Buchen wieder hergestellt sein.




Stadtwaldhaus, Außenansicht
Lehrpfad am Stadtwaldhaus
Werkzeug und Schutzausrüstung eines Waldarbeiters
Kleiner Lehrsaal mit Mikroskopen
Baumscheibe einer 240jährigen Eiche
Verschiedene Exponate aus Holz

In den sieben Forstrevieren gibt es neun Waldweiher, fünf Waldlehrpfade, vier Waldsporteinrichtungen und drei Grillplätze. Die zum Wandern und Radfahren geeigneten Forstwege haben eine Länge von ca. 400 und die der Reitwege von ca. 80 Kilometer.

In unmittelbarer Nähe des Stadtwaldhauses gibt es verschiedene Waldlehr- und Erlebnispfaden. Hier ist viel über Flora und Fauna dieses Gebietes zu erfahren. Daneben gibt es Freigehege mit Wildschweinen, Mufflons und Damhirschen. In einem großen Käfig sind Frettchen und in Volieren Pfaue und Greifvögel zu sehen.

2003 haben sich rund 28.000 und 2004 rund 30.000 Besucher im Stadtwaldhaus über den Wald, seine Bewohner und die ökologischen Kreisläufe informiert.

Im Stadtwaldhaus finden regelmäßig interessante Veranstaltungen zu forstlich-ökologischen Themen statt. Organisiert werden auch Waldführungen, Tierbeobachtungen und Radtouren.

 

Stadtwaldhaus
Frankfurt
am Main

20. und 21. März 2010:
15 Jahre Stadtwaldhaus
Tag der offenen Tür

Öffnungszeiten:
April bis Oktober
Mo. bis Do.: 9 – 16 Uhr
Fr.: geschlossen
Sa.: 12 – 18 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10 – 18 Uhr
Telefon: 069/683239

November bis März
Mo. bis Do.: 9 – 16 Uhr
Fr.: geschlossen
Sa.: 12 – 16 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10 – 16 Uhr

Freitags geschlossen

Eintritt: frei

Anfahrt
mit dem Pkw:
Isenburger Schneise / Kuhpfadschneise
zwischen Neu Isenburg und Frankfurt-Niederrad
Parkplätze vorhanden.

mit der Straßenbahn:
Linie 14, Station Oberschweinstiege.

Das Mitbringen von Hunden in das Stadtwaldhaus ist nicht gestattet.

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