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Die Geschichte der Synagoge:
. 1877 Einweihung
. 1927 50-Jahrfeier
. 1938 Verkauf des Gebäudes und Umbau in ein Wohnhaus
. 1989 Erwerb durch den Förderverein
. 1989 - 1994 Restaurierung und Überführung in den Originalzustand
. 1991 Verleihung des Denkmalschutzpreises an den Förderverein
. 1994 Einweihung der Synagoge als Kultur- und Begegnungszentrum
Architektur
Diese von der Architektur her typische Dorfsynagoge, ein nicht unterkellerter eingeschossiger Massivbau, besteht aus verputztem Ziegelmauerwerk und hat einen quadratischen Grundriss. Das gesamte Anwesen wurde vom Landesamt für Denkmalpflege unter Denkmalschutz gestellt.
Entstehung der Synagoge
1875 bildeten acht jüdische Familien in Erfelden eine neue Religionsgemeinschaft. Die Einweihung der Synagoge fand im Beisein des orthodoxen Rabbiners von Darmstadt, Dr. Marx, am 06. Dezember 1877 statt.
Auswanderung der jüdischen Bevölkerung
1935 wurden auch die jüdischen Einwohner in Erfelden gezwungen, ihre Geschäfte zu schließen.
Bis 1940 wanderten alle jüdischen Einwohner nach und nach in verschiedene Länder aus.
Erhalt der ehemaligen Synagoge
Im Februar 1989 fand die Gründungsversammlung mit über 70 interessierten Bürgern im Historischen Rathaus in Groß-Gerau statt. Diese Versammlung, zu der Kreisausschuss, Gemeinde Riedstadt und Evangelisches Dekanat aufgerufen hatten, wurde vom damaligen Landrat Willi Blodt geleitet.
Förderverein
Zum Vorstand des Fördervereins wurde Andreas Hoffmann, Bürgermeister von Riedstadt, gewählt. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, verbliebene Zeugnisse jüdischer Kultur aufzufinden, zu dokumentieren und die Erinnerung daran wach zu halten.
(Foto: Förderverein)
1989 wurde das Anwesen durch den Förderverein in sehr schlechtem Zustand übernommen. Die Sanierungskosten wurden auf 300 000 bis 400 000 D-Mark geschätzt. Zwar hat das Land Hessen für die Sanierung und den Ausbau Zuschüsse gewährt, doch wurden durch Spenden die finanziellen Grundlagen für die weiteren Arbeiten gelegt.
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Blauer Samtvorhang und Toraschrein
Der blaue Samtvorhang für den Toraschrein wurde 1867 zur Einweihung der neuen Synagoge in Biebesheim gestiftet. Die Übersetzung des hebräischen Textes lautet
"Die Tora ist unsere Krone.
Zur Ehre Gottes und der Tora gestiftet von Michael Sohn des Meier
seligen Andenkens.
Vorhang für die heilige Lade im Jahr 5627.
Gedenke des Tages der Einweihung des Gotteshauses hier in Biebesheim"
Der Vorhang ist eine Gabe der Familie Wachenheimer, einst aus Biebesheim stammend, später in der Emigration in London lebend. Er wurde dem Förderverein anlässlich der Wiederherstellung der ehemaligen Synagoge 1994 übereignet und 2001 restauriert und konserviert.
Heutige Nutzung
Die Synagoge ist heute Begegnungsstätte und Ort für kulturelle - und Bildungsveranstaltungen. Weiterhin werden Führungen und Besichtigungen angeboten.
Siehe auch: #Zerstörte Synagogen
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