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Claus Kröncke wurde am 29.3.1771 an der Niederelbe geboren.
Nach einer Professur für Wasserbau, Straßenbau und
Rechnungswesen in Gießen wurde er 1802 als Rheinbauinspektor
und Steuerrat nach Darmstadt berufen.
Hochwasser und Dammbrüche richteten früher im Ried
große Schäden an. Diesen Sachverhalt und die von den
ungesunden Sumpfgebieten ausgehenden Gefahren sah Claus Kröncke
als existenzgefährdend an. Durch den am 31. März 1828
begonnenen und am 30. April 1829 beendeten Rheindurchstich am
Geyer ist das von der alten Rheinschleife markierte Naturschutzgebiet
Kühkopf entstanden. Mit Schaufeln und Pferdefuhrwerken
wurde das neue Rheinbett auf einer Breite von ca. 24 Metern und
einer Tiefe von 6 Fuß 1 Zoll (= 1,53 Meter) ausgehoben,
in das der Rhein gelenkt wurde. Schon am ersten Tag war das neue
Teilstück mit Schiffen befahrbar. Mit der Zeit bildete der
Rhein sein heutiges Bett selbst aus. Durch die dadurch geschaffenen
Überflutungsflächen war die schlimmste Hochwassergefahr
gebannt. Außerdem wurde zusätzliches Ackerland gewonnen.
Durch die Begradigung der 16 Kilometer langen Rheinschleife war
die Schifffahrtsstrecke kürzer und einfacher geworden. Dadurch
wurde auch der Unterhalt der Rheindeiche zwischen Rheinkilometer
468 und 474 kostengünstiger.
In seiner Funktion als Steuerrat war Claus Kröncke auch an Verbesserungen
im Steuerwesen, an der Vereinheitlichung der Maß- und Gewichtssysteme
sowie an der Abschaffung der Leibeigenschaft und des Frondienstes
beteiligt.
Kröncke genoss bei der Bevölkerung und bei seinen Vorgesetzten große Wertschätzung. Er erhielt zahlreiche Ehrungen. 1838 wurde er in den Ruhestand versetzt. Er starb am 5. November 1843.
Schon zu Lebzeiten wurde Claus Kröncke 1836 mit einem Denkmal geehrt. Der Darmstädter Hofbildhauer Philipp Johann Joseph Scholl schuf den mit Volten geschmückten Stein in dem strengen und schlichten klassizistischem Stil.
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