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Claus Kröncke
Der Rheindurchstich

Claus Kröncke
Claus Kröncke wurde am 29.3.1771 an der Niederelbe geboren. Nach einer Professur für Wasserbau, Straßenbau und Rechnungswesen in Gießen wurde er 1802 als Rheinbauinspektor und Steuerrat nach Darmstadt berufen.
In seiner Funktion als Steuerrat war Claus Kröncke auch an Verbesserungen im Steuerwesen, an der Vereinheitlichung der Maß- und Gewichtssysteme sowie an der Abschaffung der Leibeigenschaft und des Frondienstes beteiligt.

Kröncke genoss bei der Bevölkerung und bei seinen Vorgesetzten große Wertschätzung. Er erhielt zahlreiche Ehrungen. 1838 wurde er in den Ruhestand versetzt. Er starb am 5. November 1843.

Schon zu Lebzeiten wurde Claus Kröncke 1836 mit einem Denkmal geehrt. Der Darmstädter Hofbildhauer Philipp Johann Joseph Scholl schuf den mit Volten geschmückten Stein in dem strengen und schlichten klassizistischem Stil.

Der Rheindurchstich
Hochwasser und Dammbrüche richteten früher im Hessischen Ried große Schäden an. Diesen Sachverhalt und die von den ungesunden Sumpfgebieten ausgehenden Gefahren sah Claus Kröncke als existenzgefährdend an.

Durch den am 31. März 1828 begonnenen und am 30. April 1829 beendeten Rheindurchstich am Geyer ist das von der alten Rheinschleife markierte Naturschutzgebiet Kühkopf entstanden.

Mit Schaufeln und Pferdefuhrwerken wurde das neue Rheinbett auf einer Breite von ca. 24 Metern und einer Tiefe von 6 Fuß 1 Zoll (= 1,53 Meter) ausgehoben, in das der Rhein gelenkt wurde. Schon am ersten Tag war das neue Teilstück mit Schiffen befahrbar. Mit der Zeit bildete der Rhein sein heutiges Bett selbst aus. Durch die dadurch geschaffenen Überflutungsflächen war die schlimmste Hochwassergefahr gebannt.

Claus Kröncke gewann dadurch auch zusätzliches Ackerland. Durch die Begradigung der 16 Kilometer langen Rheinschleife war die Schifffahrtsstrecke kürzer und einfacher geworden. Dadurch wurde auch der Unterhalt der Rheindeiche zwischen Rheinkilometer 468 und 474 kostengünstiger.

 


 


Portrait von Claus Kröncke im Museum Gernsheim

Denkmal an der Bundesstraße 44
Historische Karte über den Verlauf des Rheins
Der Rheindurchstich mit dem Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue

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Claus Kröncke

Denkmal
Standort:
An der B 44, zwischen Gernsheim (Klein-Rohrheim) und Groß-Rohrheim (Kreis Bergstraße) neben der Bahnlinie an einer Brücke.

Hinweis:
Sein Name auf dem Denkmalsockel lautet Krönke. Seinem Schriftzug auf alten Urkunden ist allerdings zu entnehmen, dass er mit Kröncke unterzeichnete.

Literatur:
Wie der Kühkopf entstand
(Krönckebuch)
Herausgegeben von Gerold Bielohlawek-Hübel.
Forum-Verlag
ISBN 3-937316-03-5

 


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