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Zeppelinmuseum
Neu Isenburg-Zeppelinheim

Fahren oder Fliegen?
Ein Zeppelin fährt, ein Flugzeug fliegt. Warum? Wie viele Personen können in einem Zeppelin mitfahren und wie wird er angetrieben? Was ist der Unterschied zwischen einem Zeppelin und einem Plimb?
Wissen Sie die Antworten?
Nein? Kein Problem. Diese und andere Fragen rund um die Zeppelin-Luftschifffahrt werden im Zeppelinmuseum beantwortet.

Doch vorab sei hier die Frage, warum ein Zeppelin fährt und ein Flugzeug fliegt, beantwortet:
Alles, was leichter ist als Luft, fährt. Alles, was schwerer ist als Luft, fliegt. Deswegen fliegen beispielsweise Flugzeuge und Hubschrauber. Zeppeline oder Ballone aber fahren.

Konstruktion erinnert an die Form eines Luftschiffs
Licht und leicht wirkt das Zeppelinmuseum von außen. Die gewölbte Dachseite ist so groß wie ein Viertel des imposanten Zeppelins LZ-10. Das war zur Fertigstellung 1988 ein Architektenpreis wert.
Stehen Sie im Inneren, können Sie die Größe der weißen "Zigarre" erahnen, die Menschen zum Staunen brachte. Auf 300 Quadratmetern erhalten Sie einen fundierten Überblick über die Zeppelin-Luftschifffahrt.

Reisen mit Technik und Komfort
Wenn Sie technisch interessiert sind, wird Ihnen das Kernstück der Ausstellung, das Zeppelin-Antriebsaggregat der LZ-127 ("Graf Zeppelin") von 1927 sofort auffallen. Fünf dieser 12-Zylinder-Motoren waren nötig, um das Luftschiff anzutreiben. Zu den beiden bekanntesten Luftschiffen, dem LZ-127 und dem LZ-129, erfahren Sie ausführliche technische Einzelheiten.
Das Reisen im Zeppelin war ein Privileg, das sich vor achtzig Jahren die wenigsten leisten konnten: Zweibettkabinen, vergleichbar mit der Ausstattung von Schlafwagen erster Klasse, standen für längeres Reisen zur Verfügung. Da man fuhr, also gemächlich dahin gleitete, konnte man auf dem Promenadendeck mit den schräg nach unten gerichteten Fenstern flanieren. Beim Essen, serviert auf hochwertigem Porzellan in einem mit Seide bespannten Speisesaal, lauschte man Klaviermusik. Und natürlich fehlten bei diesem entspannten Reisen weder Lese- und Schreibraum noch Wasch- und Duschräume.
Ein bisschen Zeppelin-Reisegefühl dürfen Sie auch bekommen: Vom auf dem in Originalgröße nachgebauten Zeppelin-Promenadendeck haben Sie einen herrlichen Panoramablick über Rio des Janeiro.

Die Geschichte der Zeppeline
1929 schreibt Zeppelins Luftschiff Geschichte. Vom 23. August bis 4. September geht die "Graf Zeppelin" auf "Weltfahrt". Sie startet von Friedrichshafen und fährt über Tokio nach Los Angeles und Lakehurst zurück nach Friedrichshafen.

Die Geschichte des Zeppelins beginnt 1900. In diesem Jahr begann Ferdinand Graf von Zeppelin (1838 - 1917) mit dem Bau der LZ 1 (LZ = L uftschiff Z eppelin), einem Starrluftschiff. Zeppelin erhielt das Patent für Starrluftschiffe nach dem Tod des Erfinders David Schwarz (1850 - 1897) von dessen Witwe. Schwarz hatte das erste flugfähige starre Luftschiff gebaut.

Die Ära der Luftschiffe endete 1940 mit dem begonnen, aber nicht mehr fertig gestellten Bau des LZ 131. Im April 1940 wurde der Befehl zur "Verschrottung der LZ-127, LZ-130 und LZ-131 und Verwertung der Hallen auf dem Flugplatz Rhein-Main" (dem heutigen Flughafen Frankfurt) erteilt. Die Verschrottung der LZ ist im April des gleichen Jahres abgeschlossen. Die beiden Luftschiffhallen werden am 6. Mai 1940 gesprengt.

Als eigentliches Ende der militärischen (1914-1918) und zivilen Zeppelin-Luftschifffahrt ist aber der 6. Mai 1937 zu sehen: Damals verbrannte die LZ-129 bei der Ankunft in Lakehurst. 36 Menschen starben.
Insgesamt gab es 132 Zeppeline, wobei mit dem Bau des LZ-131 erst begonnen wurde und das LZ-132 lediglich geplant war.
Der Begriff Zeppelin bezeichnet ausschließlich Luftschiffe, die von den Zeppelin-Gesellschaften konstruiert und gebaut wurden. Der Begriff Zeppelin wird jedoch häufig -fälschlich- für alle Luftschiffe verwendet.

Was hat Zeppelinheim mit Zeppelin und der Flughafen Frankfurt mit den Luftschiffen zu tun?
Sie erhalten nicht nur viele Informationen über das Zeitalter der Zeppeline, sondern auch über die Gemeinde Zeppelinheim und den Flughafen Frankfurt.
Auf dem "Luftschiffhafen Rhein-Main" entstehen 1935 und 1936 zwei Luftschiffhallen. Es ist die Heimatbasis für die Luftschiffe LZ-127 "Graf Zeppelin" und LZ-129 "Hindenburg", die von hier zu ihren Fahrten nach Nord- und Südamerika starten.

Trägerschaft
Die Trägerschaft liegt bei der Stadt Neu Isenburg. Der Verein für Zeppelin-Luftschifffahrt ist für Aufsicht und Führungen zuständig.

Konzept für Kinder
Die Museumsverwalterin der Stadt Neu Isenburg, Jessica Siebeneich, entwickelte ein museumspädagogisches Konzept. So soll Schulkindern die Geschichte der Luftschifffahrt besser vermittelt werden.


Steuerstand des 12-Zylinder-Aggregats
Gedeckter Tisch an Bord des LZ-129 "Hindenburg"
Ferdinand Graf von Zeppelin
Waschtisch
12-Zylinder-Aggragat
Blick vom Promenadendeck auf Rio de Janeiro
Zeppelinmodelle

Zeppelinheim
Gründung und historische Entwicklung Zeppelinheims sind ohne die Entwicklung der deutschen Luftschifffahrt nach dem Ersten Weltkrieg und der Geschichte des Frankfurter Flughafens nicht denkbar.
Im Süden des "Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main" werden 1936 die ersten Unterkünfte der "Zeppeliner" gebaut. Rund 300 Menschen, Mitarbeiter der Deutschen-Zeppelin-Reederei (DZR), leben in etwa 80 Häusern. Am 2. April 1937 wird Richtfest gefeiert. Ab 1938 ist Zeppelinheim selbstständige Gemeinde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg leben viele US-Soldaten im Ort, die auf der US-Rhein-Main-Air-Base stationiert sind und nördlich von Zeppelinheim, direkt am Frankfurter Kreuz, unter der Einflugschneise der Südbahn, die Recreation Area betreiben.
Später ziehen Beschäftigte des Flughafenbetreibers, der Flughafen Frankfurt Main AG -FAG- (heute Fraport AG) und der Deutschen Lufthansa nach Zeppelinheim.
1977 wird Zeppelinheim eingemeindet und gehört seitdem zur Stadt Neu-Isenburg. Heute leben und wohnen etwa 1.500 Menschen in Zeppelinheim.


Zeppelin / Blimp / Heißluft-Luftschiffe
Genau genommen dürften nur Zeppeline, die von der Firma Zeppelin Luftschifftechnik in Friedrichshafen gebaut werden, als solche bezeichnet werden. Es handelt sich um Starrluftschiffe, die ein Gerüst aus Trägern und Streben haben. Als "Zeppeline Neuer Technologie" (Zeppelin NT) werden halbstarre Luftschiffe bezeichnet, die lediglich drei Längsträger aufweisen.

Ein "Blimp", wie man Prallluftschiffe bezeichnet, hat kein Gerüst. Es wird mit Heliumgas gefüllt. Durch den Überdruck des Gases in dem Auftriebskörper erhält es seine Form. An diesem hängt die Gondel für die Passagiere. Direkt daran sind der Antriebsmotor und der Kraftstofftank befestigt.
Heißluft-Luftschiffe sind Sonderformen der Prallluftschiffe. Sie erhalten ihren Auftrieb ebenso wie Heißluftballone durch heiße Luft, die von einem Brenner an Bord erzeugt und in den Auftriebskörper gelangt.


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Zeppelinmuseum
Neu Isenburg-
Zeppelinheim

63263 Neu Isenburg - Zeppelinheim,
Kapitän-Lehmann-Straße 2

Öffnungszeiten:
Fr.: 14-17 Uhr
Sa., So. und an Feiertagen: 11-17 Uhr

Ansprechpartner:
Frau Jessica Siebeneich
Telefon: 069/69595978
E-Mail

Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 1 Euro

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